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Montag, 28. April 2014

Zeitmanagement beim Fotoshooting


Hallo ihr Lieben!

Ich wurde jetzt schon öfter gefragt, wie viel Zeit man denn für ein Fotoshooting einplanen sollte, bzw. wie viele verschiedene Looks man denn in einem Fotoshooting abarbeiten kann.

Nunja, das kommt natürlich ganz auf Fotografen und Modell an.
Aber ich werde euch im folgenden Beitrag ein bisschen erklären, wie ich meine Shootings so durchführe, um möglichst viele verschiedene Ideen in ein Shooting zu packen.



Wie ihr vielleicht schon gelesen habt sind die Looks oben alle in 2,5h Fotoshooting entstanden.
Was man dazu sagen muss: Mitsou, mein tolles Modell, hatte schon ein wenig Erfahrung vor der Kamera, ist aber auch kein professionelles Model!


# Look No. 1 - natural

Mitsou kam mit hochgesteckten Haaren, so wie wir das im Vorfeld besprochen hatten, und auch schon größtenteils geschminkt, sodass sie nur noch wenig bei mir nachschminken musste bevor es dann losgehen konnte.


Ich beginne meistens mit eher natürlichem Makeup, das sich dann im Laufe des Shootings immer weiter verstärken lässt. Das spart zum einen Zeit, da sich das Modell nicht die ganze Zeit abschminken und neu schminken muss und es ist natürlich auch längst nicht so anstrengend für die Haut und somit für das Modell angenehmer.

Beim Outfit achte ich darauf, dass es zu Beginn etwas ist, in dem sich das Modell besonders wohl fühlt oder auf das es besonders Lust hat beim Shooting zu tragen.
Dann befindet sich das Modell zu Anfang direkt in seiner Komfort-Zone und kann entspannter ins Shooting starten, als wenn es sich verkleidet vorkommt.


# Look No. 2 - Business


















Der zweite Look war dann nicht mehr ganz so natürlich wie der erste.
Hier wurde das Augen-Makeup etwas verstärkt und das Outfit erinnert mit dem schwarzen Rock und dem weißen Blazer an ein Business-Dress.

Die Haare haben wir nicht verändert.

Als Hintergrund habe ich einmal eine graue Betonwand gewählt, um das ganze eher kühl zu halten und einen modernen, neutralen Touch zu geben.

Die kühle Stimmung habe ich dann natürlich noch via Bildbearbeitung verstärkt.

























 








Mit dem gleichen Outfit, aber einem anderen Hintergrund ergibt sich gleich eine ganz andere Stimmung und Bildaussage.

Deshalb versuche ich bei meinen Shootings auch immer mehrere Hintergründe mit einem Outfit zu kombinieren, um möglichst viele "Geschichten erzählen" zu können.

Während Mitsou im ersten Foto eher distanziert und verführerisch wirkt, sieht sie im zweiten Bild schon um einiges verletzlicher aus.



# Look No. 3 - 80er


Nach dem Business-Outfit hatten wir dann Lust auf etwas mehr Farbe im Bild.
Deshalb haben wir uns im Anschluss für dieses 80er-Jahre Outfit und die blaue Wand als Hintergrund entschieden.

Bei solchen Posen ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass es für das Modell einen relativ sicheren Stand hat und sich auch mit der Pose identifizeren kann, denn nicht jeder ist für jede Pose geeignet, und wenn man merkt, dass das Modell starke Schwierigkeiten hat, sich in die Pose rein zu denken und zu fühlen, ist es oftmals besser eine andere Pose anzuleiten, als Unmengen an Zeit dafür zu verbrauchen, weil das Modell nicht den Ausdruck hinbekommt, den man gerne möchte.

Manchmal muss man eben auch mal eine gute Idee verwerfen, wenn sie nicht umetzbar ist.
Mitsou hatte glücklicherweise keine Schwierigkeiten mit dieser Pose.




# Look No. 4 - She's a Lady

Andere Kleidung, anderer Schmuck und rote Lippen.

Beim wählen dieses Outfits haben wir uns dann für roten Lippenstift entschieden, um nochmal etwas am Makeup zu verändern und damit auch einen anderen Schwerpunkt zu setzen.

Mitsou ist hier gegen eine Wand gelehnt und ich fotografiere von oben.
Dadurch steht natürlich ganz klar das Gesicht im Vordergrund und es fällt wunderschön Licht in die Augen und auf den Mund und bringt sie zum Strahlen.

Wichtig hierbei ist darauf zu achten, dass das Modell nicht zu stark von der Sonne geblendet wird, denn sonst ist auch kein entspanntes Posing möglich. Am besten ein Mal selbst umdrehen und selbst testen, wie sich das für das Modell anfühlt, dann entwickelt man schneller ein Gefühl dafür was evtl. zu hell sein könnte.


# Look No. 5 - Princess

Um auch in kurzer Zeit viel zu schaffen, muss man oftmals einfach kreativ sein und Dinge ausprobieren. Dieses Diadem zum Beispiel ist eigentlich eine Halskette, die einfach kurzerhand am Kopf von Mitsou befestigt wurde.


Dieses Outfit haben wir eher schlicht gewählt, da der Schmuck doch schon sehr hervorsticht und mit dem neutralen schwarzen Body auch gut zur Geltung kommt ohne überladen zu wirken.





# Look No. 6 -wild

Da es draußen bereits langsam dunkel wurde, haben wir das Shooting dann im Studio weiter geführt.
Das Makeup haben wir bei dem belassen, was wir auch draußen hatten, allerdings haben wir die Frisur aufgelöst und mit offenen Haaren gearbeitet.












Das sind dann quasi zwei Dinge auf ein Mal, die eine komplett andere Stimmung vermitteln.

Im Studio statt draußen und offene Haare, statt hochgesteckte.

















Und um auch hier nochmal ein bisschen was zu verändern haben wir mit einem Gebläse die Haare wehen lassen.

Das ist übrigens auch ein guter Tipp, wenn bei offenen Haaren ein wenig Volumen fehlt.
Bei Mitsou war das zwar nicht der Fall, aber nicht alle Modelle haben so viel Volumen.












# Look No. 7 - Feathers

Dieser Look war dann wieder ganz etwas anderes.
Der Lippenstift wurde etwas abgetupft und mit einem anderen vermischt, sodass ein nicht ganz so knalliges Rot entsteht.
Mitsou hat sich die Haare geglättet und wir haben mit einem Kopfschmuck gearbeitet um diesen "Indianer-Look" zu erhalten.























































Kopfschmuck ist auch immer eine schöne Möglichkeit den Typ zu verändern und dem Shooting mit wenigen Handgriffen einen ganz neuen Look zu geben.









# Look. No. 8 - Fashion


Ganz am Ende unseres Fotoshootings hat sich Mitsou noch ein paar Bilder mit strengem Zopf gewünscht und das haben wir dann natürlich auch umgesetzt.

Bandeau-Top, Blazer, Zopf und auffällige Ohrringe und schon hatten wir einen Fashion-Look.


8 Looks in 2,5 h

Um so viel zu schaffen, muss es natürlich auch zwischen Modell und Fotograf stimmen.
Wenn man ähnliche Vorstellungen hat, sich prima ergänzt und beide richtig Lust haben auf das Shooting lässt sich sowas problemlos umsetzen.

Wichtig ist aber, dass man nicht ewig bei einem Outfit und einer Location hängen bleibt.
Sind ein, zwei, drei gute Bilder im Kasten, kann es auch weiter gehen!!
Das kostet am Anfang vielleicht etwas Überwindung, aber wenn man sich ein mal dazu durchgerungen hat, wird man erstaunt sein, wie viel mehr man in der gleichen Zeit schafft.
 :)


Ich hoffe euch hat es ein bisschen was gebracht mal zu lesen worauf ich beim Shooting-Zeitmanagement achte.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!
In diesem Sinn...

Macht' gut! ♥

Kommentare:

  1. Sehr cooler Post - die Fotos sind klasse geworden und das Model ist bildhübsch! Das Bild bei #5 lädt aber leider nicht :/

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    1. Vielen lieben Dank! ♥
      Das mit dem Bild ist ja schade... bei mir wird es angezeigt und ist auch nicht anders von Format oder Größe als die anderen... seltsam.

      LG, Lisa

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  2. wow da habt ihr ja super viel in kurzer zeit geschafft. sehr gute tipps.
    ich finde vorallem den business look wundervoll, gefällt mir persönlich am besten. wow

    liebe grüße anni h2o2
    Hydrogenperoxid Lifestyle Blog

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